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60Plus | Porträt | May, 2019
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Christine Falk, Vaduz

Ostereier bemalen ist ihre Leidenschaft

Christine Falk geborene Pasch ist eine gebürtige Salzburgerin, die jedoch seit vielen Jahre in Liechtenstein ihre neue Heimat gefunden hat. Sie machte die Lehre als Glas- und Porzellanmalerin in Salzburg und kam 1968 nach Liechtenstein, um zu arbeiten. Im Jahre 1970 heiratete sie den Vaduzer Erwin Falk. Anfang der 1980er Jahre erlernte sie das Bemalen von Ostereiern. Diese Kunst wurde zu ihrer grossen Leidenschaft. Christine Falk malt bis heute jedes Jahr wunderbare kleine Bilder auf Ostereier und verkauft diese an Interessierte. In diesem Jahr ist der Fürstenhut aus Anlass des Jubiläums 300 Jahre Fürstentum Liechtenstein ein besonderes Motiv.

Christine Falk geborene Pasch ist eine gebürtige Salzburgerin. Sie wurde 1946 geboren und ist in Taxham bei Salzburg aufgewachsen und zur Schule gegangen. Sie hat noch zwei Schwestern. Ihre Mutter, die sie oft in Salzburg besucht hat, ist vor einigen Jahren gestorben. Christine war schon immer eine gute Zeichnerin und suchte eine Lehrstelle, wo sie ihr Zeichentalent anwenden konnte. Christine: «Meine Firmpatin gab mir damals den Tipp für die Lehrstelle und ich wurde als Lehrling bei der Glas- und Porzellanmalerei Fritz Gruber in Salzburg eingestellt und konnte so meinen Traumberuf als Malerin erlernen. Die Lehre dauerte von 1961 bis 1964. Den Gesellenbrief erhielt ich am 19. November 1964 in Klagenfurt.» Christine arbeitete bis 1966 in ihrem Lehrbetrieb und anschliessend in einem Rosenthal-Studio in Salzburg.

Der Weg von Christine Pasch nach Liechtenstein

Christine schildert diesen so: «Ich nahm 1967 an einem 4-tägigen Seminar der Rosenthal AG in Selb/Bayern teil und lernte da Werner Greber aus Vaduz kennen. Wir kamen ins Gespräch und er stellte mich an und so bin ich am 13. Januar 1968 in Vaduz angekommen und bis heute geblieben. Ich war über 20 Jahre im Geschäft von Werner und Rosmarie Greber in Vaduz beschäftigt. Es hat mir da sehr gut gefallen und ich fühlte mich dort wohl. Im Jahre 2009 bin ich in Pension gegangen.»

Wie lernte Christine ihren Mann kennen

Christine sagt dazu: «Ich hatte bei Franz Wille an der Landstrasse ein Zimmer. Da ging ich eines Tages mit der Frau vom Franz Wille ins Restaurant Falknis. Dort traf ich Erwin Falk aus Vaduz. Wir verliebten uns und haben am ersten August 1970 geheiratet.»

Die Familie Erwin und Christine Falk

Der Mann von Christine, Erwin, der leider bereits 2007 gestorben ist, stammte aus der grossen Familie des Emil Falk aus Vaduz. Christine und Erwin Falk haben zwei Söhne Michael und Oliver. Christine ist «Ahna» und bereits «Urahna». Die Familie Christine und Erwin Falk wohnte neun Jahre im Vaduzer Mühleholz und später an der Rätikonstrasse in Vaduz, wo Christine Falk nun schon seit vierzig Jahren wohnt. Erwin machte sich mit 57 Jahren noch selbstständig, weil er arbeitslos geworden war und eröffnete eine Putzfirma, bei der Christine eine grosse Hilfe war. Christine ist immer noch traurig, dass ihr Mann so früh gestorben ist und mit ihr zusammen das Leben nicht mehr geniessen kann.

Wie das Bemalen von Ostereiern zur Leidenschaft von Christine wurde!

Die Malerei liess Christine nie los und so begann sie ab ca. 1974 Kurse in Bauernmalerei zu geben und machte auch Salzteig- und Gewürzgebinde-Kurse.

Christine: «Ich habe auch mit dem Trachtenverein Kurse gemacht. Da kam ich mit Adulf Peter Goop in Kontakt, als er einen Malkurs für Ostereier organisieren wollte. Das war im Jahr 1983, als ich angefangen habe, Ostereier zu bemalen und habe bis heute damit nicht mehr aufgehört. Zuerst waren es einfache Blümchen-Motive. Ich habe dann jedes Jahr Ostereier bemalt und im Städtle Werdenberg ausgestellt.»

Als Motive dienen Christine hauptsächlich Kapellen, Kirchen, das Schloss Vaduz und Gutenberg, das Rote Haus und andere markante Gebäude und Winkel im Lande.

Zum Bemalen der Ostereier benützt sie Bauernmalfarben. Die Eier werden zum Schluss lackiert. Die neuen Ostereier mit Motiven aus verschiedenen Gemeinden werden in Sepia-Technik bemalt und sehen aus wie alte Ansichten. Aus Anlass des Jubiläums 300 Jahre Fürstentum Liechtenstein verwendet Christine als Motiv den Fürstenhut.

Liechtenstein ist ihre Heimat

Christine kennt keine Langeweile und geniesst jeden Tag in ihrer behaglich und schön eingerichteten Wohnung an der Rätikonstrasse. Sie könnte sich nicht mehr vorstellen, wieder nach Salzburg zu ziehen. Ihre Heimat ist Vaduz und Liechtenstein. Hier ist ihre Familie und hier fühlt sie sich wohl und daheim.

Christine reist nicht mehr gerne und seitdem ihre Mutter gestorben ist nicht einmal mehr nach Salzburg. Neben dem Bemalen von Ostereiern liest sie gerne Bücher. Christine ist auch zufrieden, wenn sie einmal nichts zu tun hat.

Der Schutzengel Raphael

Christine ist keine grosse Kirchgängerin. Sie glaubt aber an den Herrgott und besonders an den Erzengel Raphael, der ihr schon oft geholfen habe.

Wir wünschen Christine Falk alles Gute und noch viele schöne Stunden beim Bemalen von Ostereiern.